Möchtest du auf beim Marketing auf Facebook & Co. Zeit sparen und trotzdem effektiv an deinem Experten-Status arbeiten? In diesem Gastartikel teilt “Socialmedia Doktor” Sebastian Riehle wertvolle Tipps zum Kuratieren von Inhalten für dein Social Media Marketing.

Social Media ist gekommen um zu bleiben.

Allein auf Facebook sind jeden Tag 21 Millionen Deutsche aktiv. Und wenn Unternehmen dort mit den Menschen sprechen wollen, müssen sie sich auch engagieren. Über einen Firmen-Auftritt können sie zeigen, für welche Themen und Produkte sie einstehen, sich immer wieder ins Gedächtnis ihrer Zielgruppe bringen und in der eigenen Branche als Experte positionieren.

“Klingt alles schön und gut” sagen viele Unternehmer/Innen und beklagen sich gleichzeitig darüber, dass es zu viel Zeit koste. Als Konsequenz werden die Social Media Kanäle nur halbherzig oder nach einer Weile gar nicht mehr bespielt und der erhoffte Erfolg bleibt aus.

Das muss aber nicht sein!

Warum du als Kurator schnell Experten-Status gelangst

Ich möchte dir in diesem Artikel eine Möglichkeit vorstellen, wie du deinen Experten-Status mit Hilfe von Social Media möglichst zeiteffizient aufbauen kannst. Du musst dazu nicht einmal eigene Inhalte in Form von Blog-Artikeln oder Videos produzieren. Zwar wären diese dabei mit Sicherheit eine enorme Hilfe, stellen aber auch eine noch größere Investition durch das Unternehmen dar.

Das Internet ist voll mit guten Inhalten, die du finden und verbreiten kannst. Ich meine damit nicht irgendwelche Inhalte. Sie müssen zu deinem Unternehmen und deinen Themen passen. Und noch viel wichtiger: sie müssen für deine Zielgruppe relevant sein. Die Rede ist vom so genannten “Content Curation”. Ähnlich eines Kurators im Museum sammelst du interessanten Content aus verschiedenen Quellen im Netz und stellst ihn deinen Lesern zur Verfügung. Dabei bereitest du die Inhalte mit einer persönlichen Note auf und bietest den Fans damit einen guten Service. Es geht hierbei nicht um das plumpe Klauen von Inhalten. Betrachte es eher als Weiterempfehlungen mit Quellenangaben, die zeigen, dass du dich mit einem bestimmten Thema sehr gut auskennst. Damit baust du dir mit der Zeit nicht nur eine gute Reputation auf. Du sparst dir auch die Zeit, selber zu allen Themen eigene Artikel zu schreiben.

Ein weiterer Vorteil dieses Vorgehens besteht darin, dass du es vermeidest, immer nur deine eigenen Inhalte zu verbreiten. Viele haben tatsächlich Angst davor, die Inhalte von Anderen zu teilen, weil sie ja keine direkten Klicks auf die eigene Webseite bekommen oder ein starkes Konkurrenz-Denken ausgeprägt haben. Aber mal ehrlich, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Konkurrenz von deinen Fans entdeckt wird. Am Ende ist sie nur einen Klick entfernt. Vielmehr bildest du auf diese Weise den aktuellen Entwicklungsstand in deiner Branche ab, womit du dich als vertrauenswürdiger Vordenker positionierst und damit mehr Fans anlockst. Und Vertrauen ist heutzutage eine der wichtigsten Währungen und Erfolgsfaktoren im Internet. Du musst Dich ja auch nicht gleich direkt an die Mitbewerber wenden. Fang doch einfach mal mit Online-Fachzeitschriften, Nachrichten-Seiten in deiner Brache oder Blogs in deiner Nische an.

Willst du mehr erfahren? Abonniere die Social Media News mit Tipps und Trick für Facebook & Co! 

Wie du das Kuratieren zeiteffizient gestaltest

Heutzutage ist der Einsatz von Waschmaschinen und Spülmaschinen weit verbreitet. Warum auch nicht? Diese Helfer erledigen die Arbeit sauberer, schneller und besser, als es per Hand zu schaffen wäre. Für das Kuratieren von Inhalten für das Social Web gibt ebenfalls spezialisierte Hilfsmittel, vor deren Einsatz du dich nicht scheuen musst. Eines meiner wichtigsten Tools, die ich zu diesem Zweck regelmäßig nutze und empfehle, ist Feedly. Damit bekommst du aktuelle Inhalte von deinen relevanten Informationsquellen übersichtlich dargestellt und kannst die für dich relevanten herauspicken und weiterverarbeiten. Lies dazu am besten auch meinen Artikel “Wie Du Dir mit dem Tool Feedly wichtige Wettbewerbsvorteile sicherst” und schau dir mein Tutorial-Video an.

Aktuelle News aus Deiner Branche bzw. Nische sind eine vielversprechende Kategorie von Inhalten, die du kuratieren kannst. Als Ergänzung bieten sich aber auch zeitlose, unterhaltsame oder witzige Inhalte an.

Es reicht leider nicht, nur einen interessanten Link aus dem Netz aus dem Netz auszukramen. Es fehlt noch ein kurzer Beschreibungstext, der dem Leser Lust macht, den Beitrag auch zu lesen. Wenn du gleich mehrere Beiträge auf einmal vorbereitest, sparst du wieder wertvolle Zeit.

Auch die Veröffentlichung Deiner kuratierten Beiträge kannst zeiteffizient gestalten. Ich meine damit nicht, sie alle hintereinander an einem Tag zu posten. Das wäre kontraproduktiv. Du kannst die Veröffentlichung aber für die Zukunft vorausplanen. So musst du nicht jeden Tag wieder aufs Neue daran denken.

Wenn du lediglich eine Facebook-Seite betreibst, kannst du Facebooks eigene Boardmittel dafür verwenden. Dajana hat extra dafür ein Erklär-Video aufgenommen, das du dir hier anschauen kannst. Wenn Du mehrere Social Media Kanäle bespielst, gibt es auch noch eine ganze Reihe spezialisierter Tools, die du je nach Einsatzgebiet zum Automatisieren deiner Postings nutzen kannst.

Darfst du ohne Weiteres einen Link zu fremden Webseiten setzen?

Leider nein.

Rein rechtlich gesehen musst du sicherstellen, dass auf der verlinkten Webseite keine urheberrechtlich geschützten oder anderweitig offensichtlich rechtswidrigen Inhalte veröffentlicht sind. So ist zumindest die Vorgabe des Europäischen Gerichtshofes, an der sich nun auch deutsche Gerichte orientieren.

Wenn aber klar ersichtlich ist, dass der Urheber eines Textes oder Bildes, die Veröffentlichung im Internet selber durchgeführt hat, besteht auch kein Risiko. Und wer nicht will, dass seine Inhalte gefunden und verbreitet werden, stellt sie auch nicht öffentlich ins Internet. Wenn du mehr über die rechtliche Situation beim Verlinken fremder Webseiten erfahren möchtest, empfehle ich dir die Lektüre meines Artikels “Wie Du das Haftungsrisiko bei der Verlinkung fremder Webseiten minimierst, ohne darauf verzichten zu müssen”.

Weitere Tipps zum Kuratieren von Inhalten für Social Media

Um die Erfolgsaussichten für Deine Beiträge zu erhöhen, finde heraus, wann deine Fans online sind und plane die Veröffentlichung zu diesen Zeitpunkten. Ein Blick in deine die Statistiken deiner Facebook-Seite ist dafür ein guter Anfang.

Teile nicht einfach irgendwelche Inhalte, nur weil sie einen Bezug zu Deiner Branche haben. Überlege dir stets, was der Leser davon hat, sich damit zu beschäftigen. Also entweder Unterhaltung, Information oder eine Prämie, wie zum Beispiel einen Gutschein.

Wenn Du auf externe Quellen verweist, nenne nicht nur den Urheber, sondern markiere ihn in deinem Beitrag. Dann wird er darüber benachrichtigt und kann sich bei dir bedanken. So wird auch das Netzwerken mit Kollegen und Meinungsmachern über Social Media sinnvoll und effektiv.

Auf Rückfragen und Kommentare musst Du natürlich zeitnah reagieren, sonst verschenkst du wertvolles Potential beim Aufbau nachhaltiger Beziehungen. Bedenke dies insbesondere, wenn du deine Beiträge für die Zukunft vorausplanst. Stoppe deine Automatisierung bei großen Katastrophen und Terror-Anschlägen für ein paar Tage.

Analysiere regelmäßig, wie die Fans auf deine Beiträge reagieren und passe deine Strategie entsprechend an.

Und schließlich brauchst Du auch Geduld und Beharrlichkeit. Vertrauen und Beziehungen baust du nicht von heute auf morgen auf. Von den Inhalten der anderen zu zehren ist ein guter Anfang. Es kann aber nicht dein komplettes Social Media Marketing ausmachen. Du kannst deinen Auftritt abrunden, indem du zeigst, was dich und deine Mitarbeiter hinter den Kulissen bewegt. Perspektivisch musst du dann auch eigene Inhalte zu produzieren, um das volle Potential von Social Media für Dein Unternehmen auszuschöpfen.

Um dir die hier vorgestellten Techniken und Tools zum Kuratieren von Inhalten schnell und einfach selber anzueignen, empfehle ich meinen detaillierten Video-Kurs. Klick hier und erfahre mehr darüber*.

Über den Autor

Sebastian Riehle

Sebastian Riehle

Unter dem Avatar „Socialmedia Doktor“ informiert Sebastian Riehle im Netz über Social Media Marketing. Offline teilt er mein Wissen als Berater und Dozent. Neben dem öffentlichen Blog und den Social Media Kanälen pflegt er auch einen passwortgeschützten Bereich mit exklusiven Inhalten. Dazu gehören kostenfreie und kostenpflichtige Kurse.

 

 

 

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6 Comments

  • 17. Januar 2017 Antworten
    Kevin Fiedler

    Hallo Sebastian,

    ein toller Artikel. Ich höre auch immer wieder, wie die Leute sagen „aber warum soll ich Leute von meiner Website wegschicken?!“. Wie du schon schreibst, werden sie eh irgendwann auf die anderen Seiten stoßen und dort Inhalte finden, die sie toll finden. Warum auch nicht? Jemand, der sich für ein Thema interessiert, zapft ja nicht nur eine Quelle für dieses Thema an.

    Ich habe ja auch nicht nur eine Seite zum Thema Online-Marketing und Co in meinen Lesezeichen…oder nur ein Buch zu dem Thema. Ich habe ganz viele Lesezeichen und ganz viele Bücher (von versch. Autoren) 😉

    Jeder behandelt andere Themen oder auch mal das gleiche Thema mit anderer Sichtweise. Das ist doch spannend und gut so.

    LG,
    Kevin

    • 17. Januar 2017 Antworten
      Sebastian Riehle

      Hallo Kevin,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Du hast Recht so ist es. Wenn ich ehrlich bin, hat es aber bei mir auch eine Weile gedauert, bis ich das akzeptiert habe.
      Aber wenn man sich das mal richtig zu Ende denkt, überwiegen die Vorteile. Die Informationen allein sind nichts wert. Die findet man bei Google. Die Leute wollen ja das Gesamtpaket und das wird durch dieses Vorgehen umso wertvoller.

      In diesem Sinne…
      frohes Verlinken 😉

      LG
      Sebastain

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