Wenn ich mit anderen über meinen Beruf und soziale Medien spreche, höre ich oft die Frage: „Und was ist daran nun sozial?“

Manchmal kann ich meinem Gegenüber dann ganz genau erklären, dass mit diesem „sozial“ die Interaktion der Menschen miteinander gemeint ist, dass es nun eine Kommunikation vieler mit vielen gibt, doch manchmal schauen mich die Augenpaare ratlos an und verstehen es nicht.

Doch es gibt gute Beispiele für Social Media-Kampagnen, die einen sozialen Zweck verfolgen und damit nicht nur „social media“-like, sondern tatsächlich sozial sind. So hat uns die ALS #icebucketchallenge letztes Jahr sehr erheitert und gleichzeitig für eine wahre Spendenflut für die ALS-Forschung gesorgt. (Hier können Sie nachlesen, wie die #icebucketchallenge funktionierte und was sie den einzelnen Instituten brachte.)

Aktuell kann man aber eine neue Social Media-Kampagne im Netz beobachten, die durch die Not geboren, ein riesiger Erfolg wurde.

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#einBuchfürKai – Der Hintergrund

Der selbständige Familienvater und Autor Kai-Eric Fitzner erleidet einen Schlaganfall und wird ins künstliche Koma versetzt. Seine Familie steht von einem Tag auf den anderen vor Problemen, die existenziell sind. Elf Tage später entscheidet sich seine Frau Raja, Freunde und Bekannte ihres Mannes darüber zu informieren und bittet in ihrer Verzweiflung lediglich darum, das Buch ihres Mannes zu kaufen, damit wenigstens ein kleines finanzielles Einkommen gesichert werden kann.

Liebe Freunde und Bekannte von Kai!Mein Mann Kai wurde, wie ihr wisst, am 8. Mai, einen Tag vor seinem 45. Geburtstag,…

Gepostet von Kai-Eric Fitzner am Dienstag, 19. Mai 2015

Der Beginn der Social Media-Kampagne

Die Resonanz auf den Post von Kai’s Ehefrau fand enormen Anklang. Johannes Korten hat Kai-Eric Fitzner vor drei Jahren auf einer Konferenz kennen und schätzen gelernt. Spontan entschied er, dass er der Familie helfen möchte. Mit dem Hashtag #einBuchfürKai startete er die Kampagne in den sozialen Netzwerken und brachte den Stein ins Rollen.

Innerhalb weniger Stunden avonciert das im Eigenverlag veröffentlichte Buch zum Bestseller bei Amazon. Der Versandbuchhändler hingegen erklärt sich dazu bereit, die gesamten Erlöse bis Ende Mai an die Familie weiter zu leiten. Viele Blogger schreiben eigene Berichte in ihren Blogs und sorgen so für weitere Bekanntheit des Werks, die den Abverkauf unterstützen. Die Rezensionen auf Amazon sprechen für sich: Das Buch erhält durchweg positive Bewertungen und kann sich bisher ganz gut behaupten.

Parallel dazu wird nun ein Verlag gesucht, der das Buch in seinem regulären Verlagsprogramm veröffentlicht und so die Einnahmesituation durch das Buch verbessert.

Die Spendenaktion zu #einBuchfürKai

Da jedoch klar war, dass die Erlöse des Buches nur einen geringen Teil des Einkommens für die Familie darstellten konnte, hat Johannes Korten in enger Abstimmung mit der Familie Fitzner eine Spendenaktion über sein Blog ins Leben gerufen. Innerhalb kürzester Zeit konnten so von unzähligen Menschen eine Summe von insgesamt 12.000 Euro eingesammelt werden, die der Familie die dringende finanzielle Unterstützung gibt, die sie in der schwierigen Situation nun braucht.

Ihr lieben Menschen,In den letzten Tagen fegte ein wahrer Lovestorm durchs Netz. Als ich vergangenen Dienstag voll…

Gepostet von Kai-Eric Fitzner am Sonntag, 24. Mai 2015

Das unglaubliche Feedback überraschte nicht nur die Familie Fitzners, sondern auch Korten, der seit Jahren im Online Marketing arbeitet. Er vermutet, dass viele Spender selbst freiberuflich arbeiten, daher das finanzielle Risiko der Selbständigkeit kennen und mitfühlen. In einem Interview mit Richard Gutjahr erklärt er, wie er der Familie von Kai geholfen hat.

https://youtu.be/YbWROt8kR

Nun konnte Kai’s Frau Raja auch endlich Positives bezüglich der Gesundheit ihres Mannes berichten. Und auch hier ist das Feedback im Netz riesig.

Die Solidarität der Netzgemeinde konnte in diesem Fall wirklich etwas Gutes tun und agierte nicht nur social, sondern durchweg sozial, empathisch und hilfsbereit. Besonders aktiv sind die Nutzer von Twitter, die die Kampagne deutlich getragen haben:

Empfehlenswert ist auch der Blogartikel von Johannes Korten, auf dem er jede Entwicklung kommentiert hat und die gesamte Geschichte zu #einBuchfürKai so sehr gut nachvollziehbar gemacht hat. Eine beeindruckende Linksammlung zum Medienecho komplettiert das Bild.

Wie ist Ihre Meinung zu der Aktion #einBuchfürKai? Kennen Sie ähnliche Social Media-Kampagnen? Dann schreiben Sie mir gerne einen Kommentar!

 

 


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