Kreatives Schreiben und Social Media scheinen auf den ersten Blick nicht so richtig zueinander zu passen: Während sich das Kreative Schreiben vor allem durch seine intuitive Herangehensweise auszeichnet, steht in der Arbeit mit den sozialen Netzwerken eine analytische, um nicht zu sagen, strategische Vorgehensweise im Vordergrund. Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, wie Sie das kreative Schreiben trotzdem gewinnbringend für Ihre Social-Media-Aktivitäten nutzen können.

Kreatives Schreiben als methodisches Vorgehen

Erst denken, dann schreiben – beim kreativen Schreiben funktioniert das eher umgekehrt. Hier gehen wir davon aus, dass jeder Mensch dazu angeleitet werden kann, kreativ zu schreiben. Der Schwerpunkt des kreativen Schreibens liegt somit vor allem auf dem Schreibprozess, welcher sich Wikipedia zu Folge nicht nur „durch assoziative, gestaltende und überarbeitende Methoden“ trainieren, sondern unserer Meinung nach auch ganz hervorragend auf die Textarbeit hinsichtlich Ihrer Social-Media-Kanäle übertragen lässt.

Überzeugen Sie sich selbst: Obendrein lassen sich mithilfe folgender Methoden Schreibblockaden abbauen und die Motivation steigern.

Freies Assoziieren

Hier geht es zunächst einmal darum, Schreibhemmungen abzubauen, bzw. sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Ohne Absicht, ohne Ziel und ohne das Geschriebene mit dem Verstand zu kontrollieren, beginnen Sie hier direkt mit dem Schreiben von Textsegmenten. Ausgangpunkt bildet eine zentrale Idee bzw. ein vorgegebenes Wort. Wenn wir uns zum Beispiel an unserem ganz normalen Agenturalltag orientieren, könnten dieses Themen wie „Wochenende“, „Sommer“ oder aber auch unser Bürohund Yolanda sein. Gedanklich lassen Sie sich nun einfach treiben und schreiben all das, was Ihnen in dem Moment zu dem jeweiligen Thema in den Kopf kommt – am allerbesten innerhalb eines kurzen, vorab definierten Zeitrahmens – auf. Ganz gleich ob Wörter, Sätze, Metaphern – hier schreiben Sie all das auf, was Ihnen das Unbewusste in die Feder diktiert. Gehen Sie den Text bzw. die Textbausteine anschließend einmal durch – hier findet sich mit Sicherheit das ein oder andere Element, mit dem sich weiterarbeiten lässt.

Clustern

Aus dem Englischen mit „anhäufen“ oder „bündeln“ übersetzt, handelt es sich beim Clustern ebenfalls um eine Methode, bei der Sie nicht nachdenken oder gar zensieren, sondern vielmehr frei assoziieren. Sie beginnen, indem Sie zunächst ein zentrales Wort, zum Beispiel „Ferien“, in die Mitte eines leeren Blattes schreiben und einen Kreis drum herumziehen. Im zweiten Schritt notieren Sie nun alle Wörter, die Ihnen spontan zu diesem Wort einfallen, rund um das Wort in der Mitte. Hinsichtlich unseres Beispiels könnten diese „Urlaub“, „Sommer“ oder „Wärme“ lauten. Diese kreisen Sie nun ebenfalls ein. Wörter, die in einem Sinnzusammenhang zueinander stehen bilden eine Gruppe innerhalb eines gemeinsamen Kreises. Nach und nach verbinden Sie nun die verschiedenen Kreise mit Pfeilen oder Strichen miteinander, sodass unterschiedliche Ideen und Assoziationsketten kenntlich werden. Nachdem das Zeitlimit verstrichen ist, offenbart sich Ihnen so ein meist überraschendes Ideensammelsurium, welches sicherlich einen interessanten Input hinsichtlich Ihrer Textarbeit für Sie bereithält.

Schreiben zu Stimuli

Lassen Sie sich inspirieren! Ganz gleich ob Gerüche, Orte, Landschaften, Musik oder Kunstwerke: Es gibt etliche Möglichkeiten, die kreatives Schreiben begünstigen. Hierbei können die unterschiedlichsten Dinge Ihre Fantasie anregen sowie individuelle Assoziationen und Bilder in uns allen auslösen. Diese inspirieren letztendlich zu den unterschiedlichsten kreativen Outputs. Auch wenn wir hier alle zu unseren ganz persönlichen Stimuli finden sollte: Probieren Sie es doch einmal mit einer Duftlampe im Büro. Auf viele Menschen wirken Aromaöl-Mischungen mit Zitronenduft besonders anregend.

Zwischenfazit

Als kleines Zwischenfazit lässt sich eins festhalten: Kreatives Schreiben will Anleitung zum Schreiben sein, ohne notwendigerweise anspruchsvolle Texte zu produzieren. Oft geht es darum, Spaß am schreibenden Umgang mit Sprache zu vermitteln. Allenfalls als Fernziel rückt beim kreativen Schreiben eine Textproduktion in den Blick, die höheren Ansprüchen genügen kann oder gar auf Veröffentlichung abzielt.

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Schreiben für Social Media

Wer im Vergleich zum kreativen Schreiben gute Texte für Social-Media-Kanäle erstellen will, muss analytisch vorgehen:  Wer ist meine Zielgruppe und wie tickt sie? Hier probieren Sie unterschiedliche Inhalte aus und analysieren Ereignisse. Ihr Wissen über Ihre Zielgruppe und die Berücksichtigung der folgenden Punkte sind – ganz anders als beim kreativen Schreiben – von enormer Bedeutung, damit Ihre Social-Media-Inhalte gelingen.

Only good vibes

Auch wenn es manchmal schwerfällt, aber um die Follower-Zahlen nicht zum Einsturz zu bringen, müssen Sie Ihre Fans bei Laune halten. Am besten funktioniert das nun mal mit positiven, unterhaltsamen Inhalten. Schlechte Meldungen gibt es in den sozialen Medien genug! Das regelmäßige Posten von Visual Statements, also witzige Sprüche, die sowohl zu Ihrem Thema als auch Ihrer Zielgruppe passen, trägt dazu bei, gute Laune zu verbreiten. Hier besteht sogar die Möglichkeit, dass diese im Idealfall geteilt werden.

Corporate Identity beachten

Für ein einheitliches Erscheinungsbild und einen unmittelbaren Wiedererkennungswert ist es unabdingbar, dass Sie für Ihre Posts stets die gleiche Bildsprache, Schriftarten und Farbstimmungen verwenden. Ihr Unternehmens-Logo sollte hierbei auch stets an derselben Stelle auf dem jeweiligen Bildmaterial platziert sein.

Gutes Bildmaterial verwenden

Achten Sie darauf, dass Ihre Bilder auffallen, Neugierde auslösen und Ihre Fans dazu veranlassen, genauer hinzuschauen.

Kurze Texte verfassen

Wichtig ist, dass Sie kurze, emotionale Texte schreiben, die das Kopf-Kino Ihrer Zielgruppe in Gang bringen.

Call to Action

Auf eine Aktion erfolgt eine Reaktion – bei Ihnen nicht? Fordern Sie Ihre Fans ruhig dazu auf, an Ihren Gewinnspielen teilzunehmen, Ihren verlinkten Blog zu besuchen, Ihnen einen „Like“ dazulassen. Eine derartigen Call-to-Action integrieren Sie bestenfalls direkt im Bild.

Mach dich nützlich

Die Facebook-Präsenz Ihres Unternehmens sollte nicht einfach Ihre Firmenwebsite kopieren, sondern muss unbedingt einen Mehrwert für ihre Besucherinnen und Besucher bereithalten. Sei es ein Link zu einem interessanten Artikel oder der ultimative Lifehack – Sie sollten jeden Beitrag hinterfragen, ob Sie ihn auch mit Ihren privaten Facebook-Freunden teilen würden!

Interaktion mit den Fans

Wer keine Fragen stellt, bekommt auch keine Antworten! Viele Unternehmen stellen erst gar keine Fragen an Ihre Community, da sie vorab bereits davon ausgehen, keine Antworten zu bekommen. Aber das ist falsch! Probieren Sie einfach unterschiedliche Fragen aus, wobei sie am besten solche wählen, die einfach zu beantworten sind. Produkt A oder Produkt B: Welches gefällt euch besser? Welche Alternativen würdet Ihr vorziehen? Die größte Chance, Rückmeldungen zu erhalten, bieten dabei vorgegebene Antwortvorgaben.

Du sollst nicht langweilen

Auch wenn sich nach einiger Zeit herausstellt, dass eine bestimmte Art von Text besonders gut bei Ihrer Zielgruppe ankommt: Übertreiben Sie nicht! Und werden Sie vor allem nicht bequem. Eine gute Mischung aus Texten, Bildern und Video sorgt für Abwechslung, gute Unterhaltung und damit letztendlich die Bindung Ihrer Fans.

Zu guter Letzt

Auch wenn sich kreatives Schreiben und das Schreiben für Social Media bereits in ihren Ansätzen grundsätzlich voneinander unterscheiden, ist es durchaus sinnvoll, dass Sie sich mit beiden Methoden auseinandergesetzt haben – denn sie lassen sich ganz hervorragend kombinieren. So lässt sich zum Beispiel die Vorgehensweise beim kreativen Schreiben ganz hervorragend auf die Redaktion der Inhalte Ihrer Social-Media-Kanäle adaptieren und letztendlich mit den zuvor genannten Punkten auf die Textarbeit anwenden. Wenn Sie dann auch noch im Vorfeld Persona, also Nutzermodelle, die Personen einer Zielgruppe in ihren Merkmalen charakterisieren, für Ihre jeweiligen Kanäle entwickeln und sich mit dem neu gewonnen Wissen dieses Blogartikels auf Themensuche begeben, dürfte Ihrem erfolgreichen Social Media Auftritt nichts mehr im Weg stehen. Und noch etwas: Für die Profis unter Ihnen lässt sich hier auch der Aspekt des Storytellings bestens integrieren. Mehr dazu erfahren Sie auf einem unserer Blogartikel „Storytelling in den sozialen Medien“.

 

Worauf warten Sie also noch? Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen dabei, unsere Tipps rund um das Thema Kreatives Schreiben und Social Media in Ihre Praxis umzusetzen.

 


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