Gestern Abend war ich eingeladen, auf dem Themenabend der Digital Media Women Berlin und von Coachimo einen Vortrag für „Instagram für Unternehmen“ zu halten. Mein Vortrag wurde eingerahmt von Konrad Langer aka @konaction, der über seine Erfahrungen als Instgram-Influencer berichtete und Sabrina Höhne, Rechtanwältin für Unternehmensrecht, die über Bild- und Marken-Recht sowie Schleichwerbung sprach.

Influencer sein

Zu hören, wie man zu einem Instagram-Influencer wird und wie man dann überhaupt an Aufträge kommt, und welche es dann sind, fand nicht nur ich, sondern das gesamte Publikum spannend. Um als Influencer zu gelten, benötigt man einige Abonnenten, man muss eine relativ hohe Interaktionsrate haben und das eigene Thema muss auch für Unternehmen spannend sein.

Dann kann es auch zur Zusammenarbeit mit Unternehmen kommen. Sowohl der Ablauf der Zusammenarbeit als auch der Gewinn können sehr unterschiedlich sein. Manchmal ist es eine Reise, auf der fotografiert werden soll, manchmal fließt Geld, manchmal erhält der Influencer auch einen Medienwert als Ausgleich.

Immer jedoch ist es dem Influencer wichtig, seine Glaubwürdigkeit zu behalten, seine Unabhängigkeit: Auch wenn er mit Unternehmen zusammenarbeitet, will er nur Dinge tun, die er vertreten kann. So schützt er sich und seinen Erfolg.

Instagram für Unternehmen

In meinem Vortrag drehte sich alles darum, wie Instagram funktionieren kann. Wichtig war mir, herauszuarbeiten, dass Instagram sich nicht direkt auf Verkäufe auswirkt, weil in den Postings keine Verlinkungen zu Websites möglich sind. Aber die Interaktionsrate ist deutlich höher als bei anderen sozialen Netzwerken und da die Instagram-Nutzer sehr aktiv sind, steigt auch die Bekanntheit der Marke oder des Unternehmens.

Dabei ist dringend darauf zu achten, dass man die Besonderheiten des Netzwerks in seine Strategie einbaut. Jedes Foto an sich ist schon eine kleine Kampagne!

Neben dem roten Faden, den Konrad schon erwähnte, ist die eigene Aktivität innerhalb Instagrams für den Erfolg entscheidend: Nur Posten und Nutzen der Hashtags ist zu wenig, man muss sich aktiv mit dem Netzwerk und anderen Nutzern verbinden, kommentieren und liken! Auch das Erwähnen von anderen Accounts kann dabei helfen mehr Aufmerksamkeit auf den eigenen Account zu legen.

Zusätzlich zum täglichen Posten ist es ratsam #Hashtag-Kampagnen zu kreieren. Das kann man entweder als Challenge (auch Wettbewerb oder Gewinnspiel bekannt) realisieren oder man nutzt dafür Influencer. Als Beispiele hierfür habe ich die Kampagnen #weilwirdichlieben der BVG und #verrücktnachelvital von L’Oreal mitgebracht.

Abschließend ist eines für den Erfolg mit Instagram auch für Unternehmen unerlässlich: Man muss Spaß an Instagram haben, denn Instagram ist Leidenschaft!

Jeder hat Rechte – auch Urheber, Markeninhaber und Personen

Anschließend hielt Sabrina ihren Vortrag über die Rechte, die bei der Verwendung von Instagram betroffen sein könnten.

Obwohl ich mich schon viel mit Rechten im Rahmen von Social Media beschäftige, waren einige Aspekte für mich dennoch überraschend.

So ist es natürlich schon bei der Auswahl des Account-Namens relevant, keine Marken- oder Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Das Avatar-Bild muss natürlich auch frei von Urheberrechtsansprüchen sein.

Ein bisschen schade fand ich die Info, dass auch Hashtags rechtlich relevant sein können, wenn sie Marken- und Persönlichkeitsrechte betreffen. Ein spannendes Thema, denn wie oft überlegt man sich nette, kreative Hashtags und schreibt sie mal eben schnell unter einen Tweet oder ein Bild. Als Privatperson ist das nicht so tragisch (wobei die Rechtslage auch hier die gleiche ist), für Unternehmen kann ein solcher Hashtag schnell mal zu einer Unterlassungsklage führen.

In schwierigen Fragen sollte man sich also vorher gründlich informieren – gegebenenfalls auch einen Rechtsanwalt befragen!

Mein Fazit zum Themenabend

Ich fand den Abend sehr gelungen und habe mich gefreut, auf ein so nettes und interessiertes Publikum zu treffen. Auch der fachliche Austausch mit Teilnehmern und Referenten war sehr schön!

Hier noch eine kleine Zusammenfassung des Abends – in bewundernswerten Sketchnotes!

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